Bedingungen des Aufwachsens

Wie wachsen junge Menschen eigentlich auf und welche Bedingungen charakterisieren das Erwachsenwerden? Mit diesen Fragen zur Lebenswirklichkeit wollen wir uns im Heft 02/2018 der Zeitschrift Jugendhilfe beschäftigen.

Dr. Nora Gaupp und Dr. Anne Berngruber vom Deutschen Jugendinstitut beschreiben in ihrem einleitenden Beitrag die Bedingungen des Aufwachsens. Dabei stellen sie einen engen Bezug zwischen gesellschaftlichem Wandel und der Lebensrealitäten, dem Selbstverständnis und dem Lebensgefühl junger Menschen in den Mittelpunkt.

Die Vielfalt familiärer Lebenswelten wird von Dr. Steffen Großkopf von der Friedrich-Schiller-Universität Jena in den Blick genommen. Terminologisch und strukturtheoretisch setzt er sich dabei mit dem Spannungsbogen zwischen Normalfamilien und anderen Familienformen auseinander.

Prof. Dr. Angela Tillmann von der Technischen Hochschule Köln stellt fest, dass sich die Lebenswelten Jugendlicher heute digital-vernetzt darstellen. Dabei, so Tillmann, ist die Nutzung der digitalen Infrastruktur zur Beziehungspflege, Identitätsentwicklung und Partizipation aber durch soziale Ungleichheiten im Zugang zu den und in der Aneignung der digitalen Medien gekennzeichnet.

Prof. Dr. Lothar Krappmann von dem Max-Planck-Institut für Bildungsforschung stellt in seinem Beitrag die Bedeutung der Kooperation unter Kindern an der Ausbildung von Fähigkeiten zum sozialen Handeln heraus. Er mahnt aber gleichsam, dass der selbst- organisierte Lebensbereich der Kinder nicht die Aufgaben und Pflichten der Erwachsenen, für Werte und Regeln des Zusammenlebens vor und mit den Kindern einzustehen, schmälert.

Dr. Nina Preis und Dr. Katharina Kanitz von der Justus-Liebig-Universität Gießen setzen sich mit dem Lern- und Arbeitsverhalten von Schüler(inne)n und den wechselseitigen Dynamiken zwischen den zentralen Akteuren und dem institutionellen Handlungsrahmen im schulischen Kontext auseinander.

Kinder und Jugendliche lernen. Sie können gar nicht anders! Diese Sätze stellt Prof. Dr. Andreas Gold von der Goethe-Universität Frankfurt am Main an den Anfang seines Beitrags zum Lernen und über Lernschwierigkeiten. Das Gelingen des schulischen Lernens hängt aber von den individuellen Lernvoraussetzungen, vom Ausmaß der elterlichen Unterstützung, von der Qualität des Unterrichts und ggf. von individueller Lernförderung ab, so Gold.

Die Aktivitäten und Erfahrungskonstitution heutiger Kinder finden in mediendurchtränkten Konsumgesellschaften statt. Mit dieser Konsumentenexistenz und deren wissenschaftlicher Beschreibung setzt sich der vorliegende Beitrag von Prof. Dr. Heinz Hengst von der Hochschule Bremen auseinander.

Prof. Dr. Friederike Wapler von der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz beschreibt die Debatte um »Kinderrechte« und deren Folgen. Dabei zeigt sie auf, dass Kinder heute weitgehend in verrechtlichten Strukturen aufwachsen.

Schließlich beschreiben Prof. Dr. Andreas Beelmann und Sebastian Lutterbach von der Friedrich-Schiller-Universität Jena Bedrohungslagen, die von vielen Kindern und Jugendlichen erlebt werden. Dabei werden die grundlegenden psychologischen Wahrnehmungsprozesse und Wirkungsweisen in Bezug auf soziale Diversität, Terrorismus sowie Klimawandel analysiert.

Wie immer hoffen wir, dass Sie das Thema »Bedingungen des Aufwachsens« interessiert und Sie von der Auswahl der einzelnen Beiträge profitieren können.

Herzliche Grüße aus München

Dr. Andreas Dexheimer

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