Aktuelle Meldungen und Hinweise  

 

Preisverleihung beim Kinderrechte-Filmfestival in Berlin

Am 30. November und am 1. Dezember hat in Berlin das Kinderrechte-Filmfestival stattgefunden. Gezeigt wurden von Kindern produzierte Filme zum Thema Kinderrechte. Verliehen wurden die Preise durch die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfamilienministerin, Caren Marks.

»Das Bundesfamilienministerium setzt sich dafür ein, dass die Kinderrechte im Alltag gelebt werden. Eine Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz würde die Rahmenbedingungen dafür verbessern. Wichtig ist aber auch, dass sich Kinder und Jugendliche selbst über ihre Rechte informieren und sich für diese einsetzen. Wie das gelingen kann, zeigt das Kinderrechte-Filmfestival in besonderer Weise«, sagte Caren Marks.

Drehbuch- und Filmproduktion

Im Vorfeld des Kinderrechte-Filmfestivals lernten die Kinder im Alter von 9 bis 12 Jahren ihre Rechte kennen, indem sie eigenständig Drehbücher entwickelten und Kurzfilme produzierten. Die Kinder hatten so die Möglichkeit, sich aktiv mit ihren Rechten und Bedürfnissen auseinanderzusetzen. Beim feierlichen Kinderrechte-Filmfestival wurden die Kurzfilme dann auf großer Leinwand vorgeführt. Eine Kinderjury und eine Erwachsenenjury zeichneten anschließend die Gewinner aus.

Die vom Landesverband Kinder- und Jugendfilm Berlin e.V. entwickelte Veranstaltungsreihe wird seit 2013 durchgeführt und in Berlin und Brandenburg angeboten. Das Kinderrechte-Filmfestival des Schuljahrs 2017/2018 wird im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben!« vom Bundesfamilienministerium gefördert.

Die Fachtagung zum Kinderrechte-Filmfestival

Nach der Preisverleihung startete eine Fachtagung unter dem Motto »Wer führt hier eigentlich Regie? – Medienbildung für Kinderrechte«. Hier wurde diskutiert, was Kinderrechte wie das Recht auf Teilhabe, das Recht auf Fürsorge oder das Recht auf Förderung für die Arbeit und das Angebot von Medienschaffenden bedeuten.

  • BMFSFJ, Pressemitteilung vom 01.12.2017

 

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Vorstellung des Jahresberichts zur Situation illegaler Drogen in Deutschland 2017

Der jährlich erscheinende »Bericht zur Drogensituation in Deutschland«, früher unter dem Namen »REITOX-Bericht« bekannt, ist online verfügbar. Das Standardwerk zur Situation illegaler Drogen in Deutschland liefert in acht thematisch in sich geschlossenen Kapiteln umfangreiche Informationen zu den verschiedenen Aspekten des Phänomens illegale Drogen in Deutschland.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler: »Der vorgelegte Bericht zeigt, dass wir mit unseren Maßnahmen gegen den Konsum von illegalen Drogen zwar vieles, aber längst noch nicht alles erreicht haben. In weiten Teilen ist der Konsum illegaler Drogen in Deutschland stabil. Was wir in den kommenden Jahren aber ganz dringend brauchen, ist eine wirklich flächendeckende Präventionsarbeit in Sachen Cannabis. Keine andere illegale Droge ist so weit verbreitet und keine andere führt so viele Menschen in ambulante und stationäre Therapieangebote. Ganz klar ist auch, dass die Versorgung suchtkranker Menschen in und nach der Haft besser werden muss und wir mehr gegen die Stigmatisierung suchtkranker Menschen tun müssen. Sucht ist eine Krankheit und als solche müssen wir sie behandeln«.

Nach den Ergebnissen des Epidemiologischen Suchtsurveys 2015 hat mehr als jeder vierte erwachsene Deutsche (zwischen 18 und 64 Jahren) bereits mindestens einmal im Leben illegale Drogen konsumiert. Cannabis ist dabei unverändert die mit Abstand am häufigsten konsumierte illegale Droge: unter den 12- bis 17-Jährigen gaben 7,3 % an, in den letzten 12 Monaten wenigstens einmal Cannabis konsumiert zu haben; bei den 18- bis 64-Jährigen waren es 6,1 %. Über die letzten 25 Jahre hinweg zeigt die Cannabisprävalenz mit Schwankungen einen insgesamt zunehmenden Trend.

Der Wirkstoffgehalt des in Deutschland sichergestellten Cannabis steigt seit Jahren an und hat in diesem Jahr erneut einen Höchststand erreicht. Der markanteste Anstieg von Wirkstoffgehalten ist in diesem Jahr aber bei den Amphetaminen zu verzeichnen: von 2015 auf 2016 hat er sich vervierfacht. Für MDMA lässt sich eine Verdopplung des Wirkstoffgehaltes verzeichnen. Unter den Stimulanzien dominieren in Deutschland bei den 18- bis 64-Jährigen die Amphetamine mit einer 12-Monats-Prävaenz von 1 %. Während Indikatoren aus Strafverfolgung und Behandlung in den letzten Jahren auf eine steigende Bedeutung von Amphetamin und Methamphetamin hinweisen, zeichnet sich dieser Anstieg in den bundesweiten Erhebungen in der Allgemeinbevölkerung nicht ab.

Dr. Tim Pfeiffer-Gerschel, Leiter der DBDD: »Das Drogenangebot und die Konsumgewohnheiten verändern sich zunehmend. Dies erfordert, im Sinne einer umfassenden Auseinandersetzung mit der Drogensituation ein Bündel aus verschiedenen Maßnahmen, die dieser wachsenden Komplexität gerecht werden. Dazu gehören sowohl z.B. die Entwicklung weiterer Präventionsangebote insbesondere im Bereich der neuen psychoaktiven Stoffe (NPS) als auch der Einsatz des Medikamentes Naloxon, um tödliche Überdosierungen unter Konsumentinnen und Konsumenten von Opiaten – vor allem Heroin – zu verhindern. Auch die Erweiterung der Angebote zur Cannabisprävention liegt angesichts der Verbreitung dieser ­Droge nahe, um negative gesundheitliche und soziale Folgen des Konsums zu minimieren«.

Maßnahmen zur Prävention des Konsums illegaler Drogen werden in Deutschland regelmäßig und zielgruppenspezifisch auf kommunaler, regionaler und auf Bundesebene durchgeführt. Im Jahr 2016 haben die kommunalen Fachkräfte mehr als 34.000 suchtpräventive Maßnahmen dokumentiert. Die am häufigsten thematisierte illegale Substanz war Cannabis, gefolgt von amphetaminartigen Stimulanzien. Mit seiner hohen Reichweite trägt das Informationsportal www.drugcom.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wesentlich zur Prävention des Konsums illegaler Drogen bei. Das BZgA-Portal bietet neben Wissens- und Selbsttests auch ein individualisiertes Verhaltensänderungsprogramm zur Reduzierung des Cannabiskonsums.

Der vorliegende »Bericht zur Drogensituation in Deutschland« wird jährlich durch die Deutsche Drogenbeobachtungsstelle als Beitrag zum Europäischen Drogenbericht erstellt. Die Online-Veröffentlichung des REITOX-Berichts enthält eine Kurzzusammenfassung aller Themenbereiche.

Diese, den ausführlichen Bericht 2017 sowie die aktuellen Veröffentlichungen der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) finden Sie unter: www.dbdd.de

  • Pressemitteilung: Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung vom 14.12.2017

 

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