Jugendhilferecht im Überblick  

 

Zur Weitergewährung einer Hilfe für junge Volljährige mit seelischer Behinderung bis zur Vollendung des 27. Lebensjahrs

Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster, Beschluss vom 19. Dezember 2013 – 12 A 391/13

 

Leitsatz

Die Hilfe nach § 41 SGB VIII setzt nicht voraus, dass bereits bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres Jugendhilfeleistungen erbracht worden sind. Aus § 41 Abs. 1 Satz 2 SGB VIII folgt lediglich, dass mit der Hilfe für den jungen Volljährigen nicht erst nach Erreichen seines 21. Lebensjahres begonnen werden darf.

§ 41 Abs. 1 Satz 1 SGB VIII setzt nur voraus, dass mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ein erkennbarer Entwicklungsprozess in der Persönlichkeitsentwicklung und in der eigenverantwortlichen Lebensführung gegeben ist, der noch gefördert werden kann, die Eignung der Hilfemaßnahme also nicht völlig ausgeschlossen ist.

Nach Vollendung des 21. Lebensjahres muss eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür bestehen, dass ein erkennbarer und schon Fortschritte zeigender Entwicklungsprozess zur Erreichung der in § 41 Abs. 1 Satz 1 SGB VIII genannte Ziele vorliegt, der durch die Weitergewährung der Hilfemaßnahmen gefördert werden kann.

Der begrenzte Zeitraum im Sinne des § 41 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 2 SGB VIII endet mit dem Erreichen des konkreten Entwicklungsziels oder mit der Erkenntnis, dass dieses Ziel in absehbarer Zeit nicht erreichbar sein wird.

(Leitsätze des Bearbeiters)

Fundstelle: JAmt 2014, 94

 

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