Jugendhilferecht im Überblick  

 

Zur Ermittlung eines mitwirkungsbereiten Dritten bei der Anordnung begleiteten Umgangs

Oberlandesgericht (OLG) Schleswig, Beschluss vom 23. März 2015 – 10 UF 6/15

Leitsatz

Das Familiengericht ist bei der Anordnung von begleiteten Umgangskontakten von Amts wegen verpflichtet, einen mitwirkungsbereiten Dritten im Sinne des § 1684 Abs. 4 Satz 3 BGB zu ermitteln, wobei die Beteiligten eine Mitwirkungsobliegenheit trifft.

Im Rahmen der Mitwirkungsobliegenheit ist der umgangsberechtigte Elternteil unter Umständen gehalten, seinen Unterstützungsanspruch gemäß § 18 SGB VIII gegen das Jugendamt im verwaltungsgerichtlichen Eilverfahren geltend zu machen. Um dies zu ermöglichen, ist das Familiengericht zu einer Aussetzung des Verfahrens gemäß § 21 FamFG verpflichtet.

Die Einrichtung einer Umgangspflegschaft im Sinne des § 1684 Abs. 3 Satz 3 BGB kann im Regelfall das Fehlen eines mitwirkungsbereiten Dritten nicht ersetzen.

Fundstelle: FamRZ 2015, 1040

 

zurück zur Übersicht

 

 

 

Das aktuelle Heft:

   
   das aktuelle Heft
 


Bedingungen des Aufwachsens

mehr zum Thema ...
Inhaltsverzeichnis...
Editorial...
Probeabo....


>>Die Medienbox<<

     
   

Hier finden Sie eine Zusammenstellung aktueller Fachmedien
Schauen Sie unter

     
 

Buchtipp des Monats

 

kurz vorgestellt