Thema 

 


Asylverfahren (und andere aufenthaltssichernde Maßnahmen)

Ralf Roßkopf

Aufenthaltsgesetz und Asylgesetz bilden den Maßstab für die Rechtmäßigkeit des Aufenthalts eines unbegleiteten Minderjährigen. In der sozialarbeiterischen Praxis sind Grundkenntnisse hiervon für deren Begleitung unabdingbar. Nachfolgender Beitrag führt in das Aufenthaltsrecht ein, gibt einen Überblick über die materiellen und formellen Aspekte des Asylrechts und weist auf spezifische aufenthaltsrechtliche Maßgaben für unbegleitet Minderjährige hin. Mit Blick auf Bedeutung und Dynamik des Asyl- und Aufenthaltsrechts führt der Beitrag gezielt die Rechtsgrundlagen mit an. Er ermöglicht dadurch fundierte Rechtsargumentation und die notwendige weitergehende Vertiefung.

1. Bedeutung und Gegenstand des Aufenthalts- und Asylrechts

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Die Vormundschaft von minderjährigen Flüchtlingen

Karsten Laudien

Grundsätzlich behandelt das deutsche Jugendhilferecht alle Kinder und Jugendlichen, die dauerhaft in Deutschland wohnhaft sind, gleich. Die einzige Voraussetzung ist die Minderjährigkeit, die in Deutschland mit der Vollendung des 18. Lebensjahres endet und deshalb auch das Ende der Vormundschaft bedeutet. Bei Jugendlichen, die nicht in Deutschland geboren sind, kann das Alter manchmal nicht zweifelsfrei in Erfahrung gebracht werden. Das Gericht hat dies zu prüfen und bei bestehender Unsicherheit von der Minderjährigkeit auszugehen. Dies gilt auch bei unsicheren Angaben in Reisepässen und auch dann, wenn die Jugendlichen verheiratet sind. Eine hinreichend sichere Alterseinschätzung ist – nach Angaben des BumF (Bundesverband unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge) – nicht möglich.

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Aktuelle Entwicklungen in den stationären Erziehungshilfen

Eine Analyse auf der Grundlage der amtlichen Kinder- 
und Jugendhilfestatistik

Sandra Fendrich/Agathe Tabel

Hilfen zur Erziehung haben in den letzten Jahren immer weiter an Bedeutung gewonnen. Dies zeigt sich in den sich ausdifferenzierenden sozialpädagogischen Konzepten und Angebotsprofilen einerseits sowie andererseits in einer deutlichen Expansion der Fallzahlen in diesem Arbeitsfeld. Zum Jahresende 2016 hat das Statistische Bundesamt die Daten des Jahres 2015 zu den Hilfen zur Erziehung veröffentlicht. Mit einer Gesamtzahl von 1.052.305 jungen Menschen, die 2015 eine Hilfe zur Erziehung in Anspruch genommen haben, wurde ein neuer Höchststand erreicht.

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Der Erwerb des Deutschen als Zweitsprache bei neu zugewanderten Jugendlichen

Christine Czinglar

Wie lange brauchen Jugendliche, um die deutsche Sprache so weit zu erwerben, dass sie erfolgreich ins Bildungssystem integriert werden können? Die bildungspolitischen Maßnahmen, die für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche eingerichtet wurden, sehen dafür ein bis zwei Jahre vor. Aus der Sicht der Spracherwerbsforschung ist dies jedoch nur für diejenigen Jugendlichen realistisch, die von vornherein günstige Voraussetzungen für den Erwerb des Deutschen als Zweitsprache mitbringen. Diese These wird anhand des Grammatikerwerbs von vier neu zugewanderten Jugendlichen erläutert, die unterschiedliche Lernvoraussetzungen mitbringen und sich entsprechend unterschiedlich entwickeln. Dabei werden Faktoren wie Alter, Schulbildung, Input und Motivation diskutiert, die sich unterschiedlich auf den Spracherwerb der Jugendlichen auswirken.

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Schulbesuch und Abschluss

Jutta Hagen

Minderjährige haben in Deutschland ein Recht auf Bildung. Dies stellt die schulischen Regelsysteme angesichts der großen Zahl zu integrierender geflüchteter Kinder und Jugendlicher aktuell vor enorme Herausforderungen. Geflüchtete leben in prekären Wohnverhältnissen und unter dem Damoklesschwert einer unklaren Bleibeperspektive. Dies erschwert die Teilnahme an schulischer Bildung erheblich und es verwundert daher nicht, dass Geflüchtete geringe Chancen auf erfolgreiche Bildungsabschlüsse haben. Seitens der Politik wird Bildung gleichwohl als zentrales Instrument für die Integration Geflüchteter angesehen. Ein Gutachten des sog. Aktionsrats Bildung schließt sich dieser Auffassung an und reklamiert, dass hierzu für mehr Chancengerechtigkeit gesorgt werden müsse und schlägt eine spezielle auf zwei Jahre verkürzte Arbeitsmarktqualifizierung für Geflüchtete als Integrationsinstrument vor. Im Rahmen von Schulsozialarbeit und seitens der Jugendhilfe werden schulbegleitende Interventionskonzepte entwickelt, die zum einen die Bildungsdefizite der Kinder und Jugendlichen kompensieren sollen und zum anderen die persönlichen familiären, psychischen und asylrechtlichen Schwierigkeiten beratend und vermittelnd in den Blick nehmen.

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Berufsvorbereitung und -ausbildung

Elisabetta Terrasi-Haufe/Barbara Baumann/Alfred Riedl

1. Einleitung

Die stark zugenommene Zuwanderung von Personen aus dem Ausland – sei es durch wirtschaftlich intendierte Einwanderung oder durch Fluchtmigration – stellt auch das berufliche Bildungssystem vor neue Herausforderungen und bringt flächendeckende, systemische und konzeptionelle Innovationen hervor. Der zunehmende Mangel an Nachwuchskräften hat zusammen mit den seitdem stattgefundenen Änderungen in der Auslegung der Berufsschulpflicht bewirkt, dass spätestens 2016 die Förderung neu Zugewanderter an beruflichen Schulen ein zentrales bildungspolitisches Thema in fast allen Bundesländern wurde.

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Gebrauchsanweisung zur Aufsichts- und Garantenpflicht

M.Karl-Heinz Lehmann/Ulrike Stücker

Eltern haften für ihre Kinder – aber nur dann, wenn die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt haben! Aufsichtspflicht in der Sozialen Arbeit folgt den gleichen Prinzipien: Erzieherinnen, Sozialpädagogen haften als Aufsichtspflichtige für die von ihnen betreuten Kinder und Jugendliche. Doch die Unsicherheit ist verbreitet: Mache ich mich strafbar, wenn ich meine Aufsichtspflicht verletze? Wie führe ich »richtig« Aufsicht? Wer ist schuld, wenn etwas passiert? Unkenntnis der rechtlichen Grundlagen und ihrer Umsetzung kann im pädagogischen Alltag einerseits zu überzogenen Verboten, andererseits zu erheblichen Gefahren führen sowie den Handelnden ängstlich oder unfrei in seinen Entscheidungsmöglichkeiten machen. Die Gebrauchsanweisung vermittelt alle notwendigen Grundkenntnisse und hilft, das Thema Aufsichtspflicht in Zukunft sicher und eigenverantwortlich zu beherrschen.

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Jugendhilfe für junge Geflüchtete und deren Familien

Prüfung des Rechtsanspruchs

Andreas Dexheimer

In den letzten Jahren war die Jugendhilfe sehr mit der (Erst-)Versorgung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen beschäftigt. Dadurch konnten die Bedarfe geflüchteter Familien und Alleinerziehender mit Kindern sowie junger volljähriger Flüchtlinge oftmals nicht erkannt und diese auch nicht adäquat betreut werden.

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Das Blended-Learning-Pilotprojekt für Fachkräfte im Bereich unbegleitete minderjährige Ausländer war 
ein voller Erfolg

BLumA – Blended Learning – Arbeit mit unbegleiteten 
minderjährigen Ausländern

Anika Geringswald

Ein neuer und innovativer Zertifikatskurs für Fachkräfte der Jugendhilfe wurde vom Evangelischen Erziehungsverband e.V. (EREV) und dem Diakonischen Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen (DWiN) entwickelt. Der über vier Monate angelegte Kurs qualifiziert Fachkräfte in der Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Ausländern.

Das Besondere dieses insgesamt zehntägigen Kurses lag in der Verbindung von zwei Präsenzphasen und einer eLearningphase, dem sogenannten Blenden-Learning. Die Teilnehmer/innen erlangen Wissen und Handlungskompetenzen, um den vielfältigen Anforderungen in der Arbeit gerecht werden zu können.

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