Thema 

 


Bedingungen des Aufwachsens – gesellschaftliche Entwicklungen und ihre Relevanz für die Lebensphase Jugend

Nora Gaupp und Anne Berngruber

Gesellschaftlicher Wandel zeigt sich besonders deutlich in den Lebensrealitäten junger Menschen: So wandelt sich der gesellschaftliche Blick auf die Lebensphase Jugend, verändern sich Rahmenbedingungen des Aufwachsens junger Menschen und entwickeln Jugendliche und junge Erwachsene selbst immer wieder ein neues Selbstverständnis und Lebensgefühl. Jugendpolitik und Jugendarbeit sind darauf verwiesen, diese zeitabhängigen Kontexte zu beachten, wollen sie die Rahmenbedingungen des Aufwachsens junger Menschen im Sinne der Formel »Jugend ermöglichen« positiv gestalten. Lesen Sie mehr...

 

 

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Vielfalt familiärer Lebenswelten

Steffen Großkopf

Im Text wird die Diskussion um die Vielfalt der Familie anhand der Begriffsentwicklung sowie der Strukturtheorie verfolgt. Es wird die Frage gestellt, warum die Normalfamilie einerseits so persistent ist und andererseits inzwischen andere Familienformen Akzeptanz finden. Es wird argumentiert, dass die Vielfalt Normalität ist, aber nun erst Anerkennung findet, weil sich das Bedürfnis und die Befindlichkeit einer privilegierten Schicht massiv verändert hat und zugleich seitens der Wirtschaft ein Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften vorliegt. Für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen bedeutet diese Anerkennung der Vielfalt der Familie eine massive Institutionalisierung der Kindheit und damit einhergehend eine De-Individualisierung der Erziehung.

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Digital-vernetzte Lebenswelten

Angela Tillmann

Die Lebenswelten Jugendliche stellen sich heute digital-vernetzt dar. Jugendliche nutzen die digitale Infrastruktur vor allem zur Beziehungspflege, Identitätsentwicklung und Partizipation. Es zeigen sich dabei weiterhin soziale Ungleichheiten im Zugang und in der Aneignung der digitalen Medien. Online konfrontiert werden Jugendliche zudem mit einer undurchsichtigen Datenverwertung und neuen Grenzverschiebungen z.B. im Bereich Öffentlichkeit und Privatheit. Die Jugendhilfe ist daher aufgefordert, die digitale Grenzarbeit der Jugendlichen stärker in ihrer Arbeit zu berücksichtigen.

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Soziales Verhalten und Selbstständigkeit

Lothar Krappmann

Kinder sind soziale Wesen von Anfang an. Zunehmend erkennen sie, nach welchen Gewohnheiten und Regeln das soziale Geschehen, in dem sie leben, abläuft und wie sie aktiv mitwirken können. Dabei helfen ihnen Vorbilder, Anleitungen und Erklärungen von ihnen nahen Erwachsenen. Aber sie benötigen auch eigenständige soziale Erfahrungen, wie sie ihnen in der Sozialwelt der Kinder geboten wird. Spiel, Aushandlungen, Streit und Beziehungen mit gleichaltrigen Kindern erfordern, realitätstaugliche soziale Fähigkeiten zu entwickeln. Dieser Aufsatz wird den wichtigen Beitrag der Kooperation unter Kindern an der Ausbildung von Fähigkeiten zum sozialen Handeln herausstellen. Die Bedeutung dieses zunehmend selbst organisierten Lebensbereichs der Kinder schmälert nicht die Aufgaben und Pflichten der Erwachsenen, für Werte und Regeln des Zusammenlebens vor und mit den Kindern einzustehen.

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Das Lern- und Arbeitsverhalten von Schülern und Schülerinnen und die wechselseitigen Dynamiken im schulischen Kontext

Katharina Kanitz/Nina Preis

Schule ist ein Ort der Bildung und Erziehung, in dem Schüler und Schülerinnen sowie Lehrkräfte die zentralen Akteure sozialen Handelns sind. Zugleich bestimmt die Institution Schule den Handlungsrahmen für ihre Akteure sowie die darin stattfindenden Unterrichts- und Lernprozesse. Empirische Untersuchungen, die die institutionellen Bedingungen des Aufwachsens und Lernens sowie mögliche sozialisatorische Effekte der Schule in den Blick nehmen, richten ihre Aufmerksamkeit auf unterschiedliche Aspekte pädagogischen Handelns als auch auf schulische Interaktionsprozesse. Insbesondere die interaktionistische Sozialisationsforschung legt ihren Fokus auf die Mikroprozesse in Schule und Unterricht sowie auf die Ausgestaltung von Lehr- und Lernprozessen.

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Lernen und Lernschwierigkeiten

Andreas Gold

Kinder und Jugendliche lernen. Sie können gar nicht anders. Das meiste lernen sie beiläufig und ohne Anstrengung. Angeleitetes Lernen in Bildungsinstitutionen geschieht hingegen in aller Regel willentlich und ist mit – teils erheblichen – Anstrengungen verbunden. Im Wesentlichen hängt es von den individuellen Lernvoraussetzungen, vom Ausmaß der elterlichen Unterstützung und von der Qualität des Unterrichts ab, wie gut schulisches Lernen gelingt. Kinder und Jugendliche mit Lernschwierigkeiten bedürfen einer individuellen Lernförderung, die möglichst passgenau auf ihre besonderen Lese-, Rechtschreib- oder Rechenschwierigkeiten zugeschnitten ist.

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Konsumentenexistenz – Die frühen Jahre

Heinz Hengst

Bei der Neuorientierung der sozialwissenschaftlichen Kindheitsforschung in den neunziger Jahren wurde betont, Kinder würden nicht aus irgendeinem vorgesellschaftlichen Draußen (schrittweise) in die Gesellschaft hineinsozialisiert, sondern seien von Anfang an deren Mitglieder. Dass die Gesellschaften, in die sie schon seit einigen Jahrzehnten hineingeboren werden, Konsumgesellschaften sind, ist ein Faktum, dem die Kindheitsforscher weitaus weniger wenig Beachtung schenkten und schenken. Dass Kinder aktive Subjekte und Ko-Konstrukteure der sozialen Realität sind, wie die zeitgenössische Kindheitsforschung sagt, ist aber kaum adäquat bestimmbar, wenn nicht der Tatsache Rechnung getragen wird, dass Aktivitäten und Erfahrungskonstitution heutiger Kinder in mediendurchtränkten Konsumgesellschaften stattfinden.

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Die Debatte um »Kinderrechte« und ihre Folgen

Friederike Wapler

Kindheit und Jugend sind heute in vieler Hinsicht rechtlich gerahmt: Das Recht regelt die Geschäftsfähigkeit Minderjähriger und ihre gesetzliche Vertretung durch die Eltern. Abstammung, Sorge, Umgang und Unterhalt sind ebenso Gegenstand rechtlicher Bestimmungen wie öffentliche Leistungen der Existenzsicherung, des Schutzes, der Hilfe und der Förderung. Große Teile ihrer Lebenszeit verbringen Kinder und Jugendliche in der Schule, wozu sie rechtlich verpflichtet sind. Dies sind nur einige Beispiele, doch sie zeigen schon, dass das Aufwachsen von Kindern in verrechtlichten Strukturen stattfindet. Politik für Kinder und Jugendliche ist dadurch immer auch Rechtspolitik.

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Bedrohung
Soziale Diversität, Terrorismus, Klimawandel

Sebastian Lutterbach/Andreas Beelmann

Zunächst wird der Begriff Bedrohung aus psychologischer Perspektive definiert und verschiedene Formen von Bedrohung skizziert. Anschließend fokussiert der Text auf die Bedrohungsphänomene soziale Diversität, Terrorismus und Klimawandel. Es werden die psychologisch grundlegenden Wahrnehmungsprozesse und Wirkungsweisen nach Form und sozialer Ebene beschrieben und analysiert. Je Bedrohungsphänomen werden schließlich psychologische Bewältigungsstrategien und Kompetenzen abgeleitet, die zu einem erfolgreichen Umgang mit Bedrohung beitragen können.

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