Thema 

 


Die Wichtigkeit von Grenzen in der Erziehung

Klaus A. Schneewind

Der Beitrag informiert über wichtige Merkmale von Kompetenzen, die Eltern im Umgang mit ihren Kindern benötigen, um eine »gute« Erziehung zu ermöglichen. Hierzu wird ausführlicher das Erziehungs- und Beziehungskonzept »Freiheit in Grenzen« vorgestellt, welches sich an Eltern mit Kindern im Vorschulalter, Grundschulalter und Jugendliche richtet.

Allgemeines zum Thema »Grenzen in der Erziehung«

Wenn man sich die Bedeutung des Grenzensetzens von Kindern und Jugendlichen vor Augen führen will – und zwar nicht nur im Kontext von Familien, sondern auch in anderen Lebensbereichen wie zum Bespiel in der Schule oder schlicht im Straßenverkehr – gibt es eine Fülle von Ratgebern, die in größerer zweistelliger Zahl im Buchmarkt angeboten werden. Im Literaturverzeichnis dieses Beitrags sind exemplarisch drei Werke angegeben, nämlich Becker (2016) zum Thema »Toleranzfalle«, Garibovic (2011) mit dem Hinweis »Konsequent Grenzen setzen« und Schad (2017) mit der Forderung »Kinder brauchen mehr als Liebe«, nämlich »Klarheit, Grenzen, Konsequenzen«.

Allerdings finden sich im ungefähr gleichem Umfang auf dem Buchmarkt auch Ratgeber, die sich mit dem Thema Schüchternheit und mangelndem Selbstbewusstsein von Kindern beschäftigen. Insofern geht es nicht nur um »Grenzen setzen«, sondern bei manchen Kindern eher um »Grenzen erweitern«. Auch hier seien exemplarisch drei Bücher erwähnt, nämlich Schüler (2011), der es um das Thema »Schüchterne Kinder stärken« geht, Junker (2017) mit dem Hinweis, »Wie Kinder Schüchternheit, Nervosität und Angst überwinden« sowie Omer & Leibowitz (2015) mit Anregungen zum Thema »Ängstliche Kinder unterstützen«.

Zu berücksichtigen ist dabei, dass es in Deutschland eine »Knappheit« an Kindern/Geburten gibt. Nach den Daten des Mikrozensus 2016 lag die durchschnittliche Geburtenquote pro Frau bei 1,5 Kindern (vgl. link , Zugriff am 24.11.2017).

Die Folge ist, dass die »Bestanderhaltung« der deutschen Bevölkerung bei gleichbleibender Geburtenrate kontinuierlich abnimmt, da man davon ausgehen kann, dass die Geschlechterverteilung der Neugeborenen zur Hälfte weibliche und zur anderen Hälfte männliche Kinder umfasst. Dies bedeutet, dass die aktuelle Geburtenquote für das weibliche Geschlecht lediglich bei 0,75 Neugeborenen liegt. Da bekanntlich nur das weibliche Geschlechts in der Lage ist, Kinder zu bekommen, würde dies bei gleichbleibender Geburtenquote auf Dauer zu einer stetigen Reduzierung der deutschen Bevölkerung führen. Mit anderen Worten: das Thema »Grenzen setzen« (oder auch »Grenzen erweitern«) in der Erziehung würde sich von selbst erledigen.

Noch ist es nicht soweit, sodass es – abgesehen von der Inobhutnahme von Kindern – in den allermeisten Fällen die Eltern sind, die für die nachwachsende Generation den zentralen Sozialisations- und Erziehungskontext darstellen. Insofern thematisiert dieser Beitrag schwerpunktmäßig die Qualität von Eltern-Kind-Beziehungen.

Den vollständigen Beitrag finden Sie im aktuellen Heft der Jugendhilfe.

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