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Medienkompetenz von Fachkräften in der Kinder- und Jugendhilfe

Johannes Wentzel

Kinder und Jugendliche benötigen in vielfältiger Weise Begleitung und Unterstützung, um sich eigenständig und reflektiert mit den Herausforderungen ihres Alltags auseinandersetzen zu können. Auch um den eigenen digitalen Alltag verantwortungsvoll zu gestalten, brauchen sie Anregungen und Hilfestellung. Pädagogische Fachkräfte stehen damit vor der Herausforderung, diesen Themenbereich in ihre Arbeit zu integrieren und damit vor der Frage, über welches Wissen sie verfügen sollten, um Kinder und Jugendliche medienkompetent zu begleiten. Die folgenden Empfehlungen bieten hierzu einen ersten Einstieg und geben Tipps und Hinweise für die praktische Umsetzung an die Hand.

Ausgangslage

Die Erfahrung, dass Kinder und Jugendliche digitale Kommunikations- und Erlebnisräume nutzen, machen pädagogische Fachkräfte täglich in ihrer beruflichen Praxis: Kinder in der Vorschule gebrauchen neben den klassischen Medien immer stärker Tablets und Apps, im Grundschulalter gehören eigene Smartphones und der Austausch über Messenger für viele Kinder zu ihrem ganz normalen Alltag und ab der weiterführenden Schule ist für Jugendliche ein Leben ohne Handy und Internet dann kaum noch vorstellbar. Dass dabei Inhalte erstellt, gesehen und geteilt werden, die für Kinder und Jugendliche problematisch sein können, gehört ebenso zur pädagogischen Alltagswirklichkeit. Die Begleitung im Umgang mit digitalen Medien fokussiert sich aber häufig auf zeitliche Regelungen und auf pädagogische Unterstützung in Krisenfällen, die durch den Gebrauch von Medien mit ausgelöst oder befördert wurden. Bei der Vermittlung von Inhalten, die eine kompetente Mediennutzung in den Blick nehmen, sind Fachkräfte hingegen oft verunsichert. Sie haben dann den Eindruck, dass ihnen Heranwachsende weit voraus sind und dass ihnen selbst Kenntnisse fehlen, um mit Kindern und Jugendlichen darüber im Gespräch zu sein bzw. ihnen etwas zu einem kompetenten Umgang mit Medien anbieten zu können. Die Einschätzung, dass Jugendliche weitaus mehr über aktuelle Anwendungen, Trends und Möglichkeiten digitaler Kommunikation wissen als Erwachsene mag in vielen Fällen zutreffen. Ob sie aber immer in der Lage sind, die Folgen ihres digitalen Handelns abzuschätzen, darf bezweifelt werden. Die Fähigkeit, verantwortungsvoll und überlegt mit Smartphones, Apps und dem (mobilen) Internet umzugehen, haben Kinder nicht automatisch von Geburt an und sie stellt sich nicht von ganz alleine ein. Sie muss, wie andere Kompetenzen auch, trainiert und beständig ausgebaut werden. Auch wenn Fachkräfte medienpädagogische Inhalte in ihren Ausbildungen vielleicht nur am Rande kennengelernt haben, sie zwar digitale Medien selber nutzen, sich aber nicht zu den »heavy usern« zählen und keine besondere Affinität zu digitaler Technik besitzen, können sie Kinder und Jugendliche bei dem Erwerb von Medienkompetenz unterstützen.

Den vollständigen Beitrag finden Sie im aktuellen Heft der Jugendhilfe.

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