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Das Blended-Learning-Pilotprojekt für Fachkräfte im Bereich unbegleitete minderjährige Ausländer war 
ein voller Erfolg

BLumA – Blended Learning – Arbeit mit unbegleiteten 
minderjährigen Ausländern

Anika Geringswald

Ein neuer und innovativer Zertifikatskurs für Fachkräfte der Jugendhilfe wurde vom Evangelischen Erziehungsverband e.V. (EREV) und dem Diakonischen Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen (DWiN) entwickelt. Der über vier Monate angelegte Kurs qualifiziert Fachkräfte in der Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Ausländern.

Das Besondere dieses insgesamt zehntägigen Kurses lag in der Verbindung von zwei Präsenzphasen und einer eLearningphase, dem sogenannten Blenden-Learning. Die Teilnehmer/innen erlangen Wissen und Handlungskompetenzen, um den vielfältigen Anforderungen in der Arbeit gerecht werden zu können.

40 Teilnehmer haben den ersten BLumA-Kurs erfolgreich mit einem Zertifikat am 09.02.2017 abgeschlossen. Der zweite Durchlauf dieses neu entwickelten Kurses startet am 25.10.2017. Die Anmeldung ist derzeit bei dem Evangelischen Erziehungsverband e.V. (EREV) möglich.

1. Der Rahmen des Kurses

Blended Learning (Integriertes Lernen) verbindet die Effektivität und Flexibilität einer elektronischen Lernform (z.B. der Lernplattform moodle) und der Face-to-Face-Kommunikation (z.B. dem Präsenzseminar). Ziel dieser Lernform ist die geeignete Kombination verschiedener Medien und Methoden, um deren Vorteile zu verstärken und die Nachteile zu minimieren. Die Präsenzphasen und Online-Phasen sind funktional und inhaltlich aufeinander abgestimmt. Eine zusammenfassende Definition für Blended Learning lautet: »Blended Learning ist ein integriertes Lernkonzept, das die heute verfügbaren Möglichkeiten der Vernetzung über Internet oder Intranet in Verbindung mit ›klassischen‹ Lernmethoden und -medien in einem sinnvollen Lernarrangement optimal nutzt. Es ermöglicht Lernen, Kommunizieren, Informieren und Wissensmanagement, losgelöst von Ort und Zeit in Kombination mit Erfahrungsaustausch, Rollenspiel und persönlichen Begegnungen im klassischen Präsenztraining« (Sauter 2004).

Der Kurs richtete sich ausschließlich an Fachkräfte in Jugendhilfeeinrichtungen, die mit unbegleiteten minderjährigen Ausländern arbeiten oder dies vorhaben (Sozialpädagog/innen, Heilpädagog/innen, Psycholog/innen, Erzieher/innen, Heilerziehungspfleger/innen). Die vorgegebenen 80 Unterrichtseinheiten (davon 16 UE in Präsenzphase 1, 48 UE Online und 16 UE in Präsenzphase 2) wurden von 40 Teilnehmern absolviert. Für den Zertifikatsabschluss war die Teilnahme an beiden Präsenzphasen sowie an den Online-Modulen obligatorisch. Freigestellt wurde den Teilnehmern die Intensität ihres Online-Studiums. Circa zwei Drittel investierte deutlich mehr Zeit in die intensive Auseinandersetzung mit den Online-Inhalten als vorgegeben. Als Grund wurden die ausgesprochen umfangreichen und gut aufgearbeiteten Materialien der Online-Referenten genannt. Die Teilnehmer können die online zur Verfügung gestellten Materialien weiterhin für berufliche Zwecke nutzen.

Voraussetzungen für die Teilnehmer war die Sicherstellung des technischen Zugangs zur Onlineplattform. Dafür war eine technische Ausstattung notwendig: Ein aktueller Computer mit guter Internetverbindung und einem aktuellen Browser sowie die aktuelle Version des Adobe Flash Players, ein Headset am Computer bzw. Mikrofon und Lautsprecher und eine Videokamera am Computer. Teilnehmer berichteten, dass sie im Umgang mit Laptop und Chatfunktionen etc. deutlich sicherer geworden sind. Eine Teilnehmerin berichtete, dass sie sich in der Lage fühle, ein Fernstudium an einer Hochschule, welches von Blended-Learning lebt, zu absolvieren.

2. Die Inhalte des Kurses

Den vollständigen Beitrag finden Sie im aktuellen Heft der Jugendhilfe.

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